Spaß an gesunder Ernährung: Obst und Gemüse aus Mecklenburg-Vorpommern

Aktion für Schulklassen auf der Grünen Woche

Äpfel mit Apfelblüten <p>© <a title="Weiter zur Bilddatenbank Fotolia" href="https://de.fotolia.com/id/52315525">Printemps</a> - Fotolia.com</p> Details anzeigen

Äpfel mit Apfelblüten

Äpfel mit Apfelblüten <p>© <a title="Weiter zur Bilddatenbank Fotolia" href="https://de.fotolia.com/id/52315525">Printemps</a> - Fotolia.com</p>

Äpfel mit Apfelblüten

Mecklenburg-Vorpommern hat viel mehr zu bieten als Raps und Getreide. Blühende und reichtragende Streuobstwiesen sind ein weiteres wichtiges Standbein der Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern und machen den unvergleichlichen Charakter unseres Bundeslandes aus.

Der Obstanbau gelangte im Mittelalter vor allem über die Klostergärten in unsere Regionen. Bereits im 17. und vor allem im 18. Jahrhundert wurden in Mecklenburg-Vorpommern Streuobstwiesen angelegt und dienten unter anderem dazu, die Bevölkerung mit Obst zu versorgen. Streuobstwiesen sind Teil einer historisch gewachsenen Kulturlandschaft.

Durch ihre Artenvielfalt leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität. Außerdem prägen sie das heimische Landschaftsbild und haben positive Auswirkungen auf alle Naturgüter: Boden und Wasser, Klima und Luft und natürlich auch auf den Menschen.

Arche Noah für alte Obstsorten

Die Vorteile von Streuobstwiesen sind vielseitig. Sie geben mehr als 5.000 Tieren und Pflanzenarten, darunter zahlreichen stark gefährdeten Arten, einen Lebensraum. Streuobstwiesen gelten als „Arche Noah für alte Obstsorten“. Mehr als 1.200 Apfelsorten, 1.000 Birnensorten und 320 Zwetschgensorten sind bekannt. Die Konzentration des Anbaus auf weniger Sorten sowie die Intensivierung im Anbau hat zu einem Rückgang der Anbaufläche von Streuobstwiesen geführt.

Diese Entwicklung rückgängig zu machen ist auch für Dr.  Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern, ein wichtiges Anliegen:

Der Erhalt der Artenvielfalt zählt zu unseren größten Herausforderungen. Der Artenverlust steigt durch den Einfluss des Menschen um das 1.000-fache an. Die Artenvielfalt ist aber Grundlage für zahlreiche Leistungen der Natur. Wir müssen daher alles tun, um den Verlust zu stoppen. Streuobstwiesen sind mit die artenreichsten Biotope, die wir in Mitteleuropa kennen. Ohne ihre Pflege und Nutzung werden wir den Erhalt der Artenvielfalt kaum erreichen können. Doch das ist nicht alles: Streuobstwiesen sind auch wichtige Bestandteile unserer attraktiven Kulturlandschaften. Nicht zuletzt versorgen sie uns mit gesundem Obst.

Mit Genuss Streuobstwiesen erhalten

Als erstes und bisher einziges Bundesland bietet Mecklenburg-Vorpommern einen Streuobstgenussgutschein an. Mit dem Genussschein sollen bestehende Streuobstwiesen erhalten oder neu kultiviert werden. Er kostet 10,- Euro und mit dieser Summe kann zum Beispiel der jährliche Pflegeschnitt eines Baumes durchgeführt werden. Zehn Streuobstgenussscheine, also 100,- Euro, kostet die fachgerechte Pflanzung eines Baumes inklusive Verbissschutz und eines fachgerechten Baumschnittes.

Der Streuobstgenussschein soll privates Kapital für den Erhalt der Artenvielfalt akquirieren. Aber nicht jeder, der Streuobstwiesen unterstützen möchte, hat auch die Fläche, um selbst eine anzulegen. Der Genussschein soll Anleger mit Interesse für ein naturschutzfachliches Engagement ansprechen. Zielgruppe sind daher Unternehmen ebenso wie Privatpersonen.

Der Streuobstgenussschein kann ganz einfach über die Webseite: www.streuobstgenussschein.de erworben werden. Er eignet sich auch hervorragend als Geschenk. Die durch den Verkauf von Streuobstgenussscheinen eingenommenen Gelder fließen in einen Pool. In einem Vergaberat entscheiden Expertenüber die Verwendung der Mittel. Bis heute konnten bereits fünf langfristig angelegte Projekte unterstützt werden.

Schülerprogramm „Grüne Woche young generation“

Wie wäre es also mit einer Unterrichtsstunde zu diesen wichtigen Themen auf der weltgrößten Ernährungsmesse in Berlin? Sozusagen Unterricht zum Anfassen und Mitmachen? Im Rahmen des Schülerprogramms „Grüne Woche young generation“ nimmt auch Mecklenburg-Vorpommern auf der Internationalen Grünen Woche an diesem Messeprogramm für Schulklassen teil.

Unter Anleitung von Uwe Baumgartner vom Friedrichshof 13 e. V. werden die Kinder- und Schulklassen bei diesen Aktionen betreut und können selbst aus Äpfeln leckeren Apfelsaft am Stand 209 in der Länderhalle 5.2b herstellen und probieren. Wer weiß, wie wichtig Äpfel für die Ernährung und das Wohlbefinden sind, der ist auch dafür zu motivieren, mehr frisches heimisches Obst zu essen und sich gesund zu ernähren.

Der Friedrichshof 13 e. V. - Verein für Land – Kultur - Kunst - Arbeit hat seinen Sitz seit 2008 in Friedrichshof, 17349 Kublank, im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Unterstützung hilfebedürftiger Personen und die Förderung von Kunst und Kultur im ländlichen Raum. Alles begann mit einer alten Hofanlage, einer ehemaligen Domäne. Bei der Übernahme war der Gutsgarten verwildert und die wenigen noch vorhandenen Obstgehölze in schlechtem Zustand. Durch intensive Rekultivierung konnten die alten Bestände weitgehend gerettet und neue Streuobstwiesen angelegt werden. Schon vor einigen Jahren konnten sortenreine Apfelsäfte hergestellt werden. Denn jede Apfelsorte hat ihren typischen Geschmack und die wunderbare Süße des Pommerschen Krummstiels steht hier in einer Reihe mit der kräftigen Säure von Sorten wie Boskoop oder Kaiser Wilhelm.

Stand 209
Uwe Baumgartner
Friedrichshof 13 e.V. – Verein für Land-Kultur-Kunst-Arbeit
Friedrichshof 13
17349 Kublank

Auf der Grünen Woche 2017 werden dazu am Stand 209 in der Länderhalle Mecklenburg-Vorpommern drei Apfelpressen aufgebaut. Besucherinnen und Besucher der Länderhalle sind herzlich eingeladen, den Stand zu besuchen und beim Pressen und Verkosten des frischen Saftes auch Wissenswertes rund um das Thema Streuobstwiesen, historische Apfelsorten und gesunde Ernährung zu erfahren.

Gespräche und Informationen, Geschmacktest, Quiz und Mal-Ecke

Ein wichtiger Partner für die gesunde Ernährung der Schülerinnen und Schüler in Mecklenburg-Vorpommern sind die Ernährungsfachkräfte der DGE-Sektion Mecklenburg-Vorpommern und der DGE-Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung. Ihre Aufgabe ist es, eine wissenschaftlich fundierte und unabhängige Ernährungsaufklärung zu leisten, indem sie aktuelle Erkenntnisse der Ernährungswissenschaft an Fachkräfte und Interessierte weiterleitet.

Auf der Internationalen Grünen Woche stehen die Mitarbeiterinnen für Gespräche und Informationen zum Thema Ernährung und Gemeinschaftsverpflegung zur Verfügung. Für Kinder werden verschiedene Aktionen zum Thema Apfel angeboten. Es warten ein Geschmacktest, Quiz und eine Mal-Ecke auf die Kleinsten.

Also, besuchen Sie uns am Stand 209 in der Halle 5.2b. Pressen und verkosten Sie frischen Apfelsaft, erfahren Sie Wissenswertes rund um das Thema Streuobstwiesen, historische Apfelsorten und gesunde Ernährung.

Immer nach dem Motto „Mecklenburg-Vorpommern – mit allen Sinnen genießen!“