Afrikanischer Wels aus Mecklenburger Aquakultur

Sukower Welsfarm in der Länderhalle Mecklenburg-Vorpommern

Nr.007/17  | 22.01.2017  | IGW  | Internationale Grüne Woche

Seit 2012 hat eine für Mecklenburg ganz untypische Tierart ihr Zuhause südlich von Schwerin: Über 260.000 Afrikanische Welse (lat.: clarias gariepinus) wachsen hier Jahr für Jahr auf der Sukower Welsfarm heran. Ursprünglich stammt diese Süßwasser-Fischart aus Zentralafrika. Welse sind sehr robust und stellen an ihren Lebensraum nur den Anspruch, dass er konstant zwischen 25 und 28 Grad warm ist.

Energiekreislauf für eine nachhaltige Produktion

Auf der Sukower Welsfarm wird die benötigte Wärme in der nebenan stehenden Biogasanlage erzeugt. Diese wandelt Rindergülle und nachwachsende Rohstoffe wie Mais und Gras in Strom um. Dabei entsteht außerdem Wärme, die an das Fischwasser abgegeben wird.
Der Wasserkreislauf in den 59 Becken der Sukower Welsfarm wird ständig gefiltert, um eine konstant hohe Wasserqualität sicherzustellen. Verschmutztes Wasser wird rausgepumpt, auf den umliegenden Feldern verregnet und dient so der natürlichen Düngung. Hier wachsen dann die Pflanzen, die wieder in die Biogasanlage gegeben werden, um Strom und neue Wärme für die Fische zu erzeugen.

Aufzucht ohne Gentechnik und Medikamente

Zur Fütterung der Sukower Welse wird nur hochwertiges Futter aus Norddeutschland eingesetzt, das ihrer natürlichen Nahrung entspricht. Es enthält tierische und pflanzliche Proteinquellen, aber wenig Fischmehl und keine gentechnisch veränderten Inhaltsstoffe. Dieses artgerechte Futter und die optimalen Haltungsbedingungen ermöglichen eine Aufzucht der Welse ohne Medikamente. Weiterhin können die Sukower Welse direkt vor Ort filetiert werden. So ist der Fisch besonders frisch und muss keine langen Wege hinter sich bringen. Die nicht verwertbaren Reste der Wels- Verarbeitung gehen an einen zertifizierten Betrieb in Cuxhaven, der daraus Fischmehl und -öl herstellt. Dies trägt zusätzlich zur Verringerung der Überfischung der natürlichen Gewässer bei.

Für unsere Umwelt und unsere Zukunft

Mit dem Energiekreislauf der Biogasanlage und dem Filetieren vor Ort ist die Aufzucht der Sukower Welse nahezu CO2-neutral. Die Fischhaltung in der Aquakultur entlastet außerdem die überfischten natürlichen Gewässer. So trägt die Welsfarm zu einer nachhaltigen, zukunftsorientierten Versorgung mit gesundem Fisch bei.

Vielseitig, gesund und köstlich

Mit seinem festen, fast grätenfreien Fleisch und einem milden Geschmack ist der Afrikanische Wels ebenso ein Genuss für Fischliebhaber wie für Menschen, die keinen intensiven Fischgeschmack mögen und für Kinder. Durch seinen überdurchschnittlich hohen Gehalt an Omega-3- und Omega- 6-Fettsäuren ist der Wels idealer Bestandteil einer gesundheitsbewussten Ernährung. Er kann als Filet pur oder mariniert in nur wenigen Minuten gekocht oder gebraten werden. Außerdem eignet er sich hervorragend für Fischburger, zum Räuchern, zum Panieren, für Pasteten, Salate und vieles mehr. Besuchen Sie den Stand der Sukower Welsfarm in der Länderhalle Mecklenburg-Vorpommern auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin.